Vor wenigen Tagen hatte Utopia seinen ersten Geburtstag gefeiert. Nun setzt Deutschlands größte Community für nachhaltigen Lebensstil und Social Business noch eins drauf und startet die erste Utopia-Konferenz.
Der erste Referent ist Greg Craven, seines Zeichens Lehrer in einer ländlichen Highschool in den USA. Craven fing vor einigen Monaten an, auf YouTube über Klimawandel zu sprechen. Ausgerüstet mit einer einfachen Wandtafel und einem Eddingstift erklärte er, was der Klimawandel ist und warum die Menschheit handeln muss. Sein Video The most terrifying video you’ll ever see erreichte in kurzer Zeit mehr als 7 Millionen Zuschauer. Craven, der ein Anhänger des US-Klimaexperten Dr. James Hanson ist, verwies auf die Theorie der Tipping Points: die Erkenntnis, dass das Klima sich nicht graduierlich verändert, sondern ab einem gewissen Punkt innerhalb weniger Jahrzehnte dramatische Temperaturschwankungen erfahren kann (in Grönland wurde eine 11 Grad-Veränderung nachgewiesen, die innerhalb von 50 Jahren stattfand). Das Problem ist für Craven nicht nur der Umweltaspekt, sondern die Prioritätenverschiebung, die eine ökologische Katastrophe in allen Staaten der Erde bewirken würde:
“It’s not an idealistic, but a practical issue: because if we hit the tipping point, all other concerns will go down. E.g. who will care about civil liberties when we close the frontiers to prevent millions of environmental refugees from coming in?”
Diese Entwicklung zu verhindern ist in Craven’s Augen nur möglich, wenn das menschliche Handeln einem neuen Paradigma folgt. Ein paar Aktivisten, die zur Verhaltensänderung anregen, reichten nicht aus, um etwas zu bewegen: „We need a social epidemic, an economic and social mobilization of unprecedented scope. In a way, we need to declare World War 3, the War on Warming.”
Weitere Berichte über die Utopia-Konferenz sind hier abrufbar.