Laut Bundesumweltamt unterschritt Deutschland mit Gesamtemissionen von 960 Millionen Tonnen CO2 den Kyoto-Zielwert (974 Millionen Tonnen) im Jahr 2010 deutlich. Im Vergleich zum Basisjahr 1990 sanken die Emissionen demnach um 23,1 Prozent. Auch die Europäische Umweltagentur gibt sich selbstbewusst und errechnete für die 15 am Kyoto-Protokoll teilnehmenden EU-Staaten eine Emissions-Verringerung von 10,7 Prozent. Österreich, Italien und Luxemburg müssten ihre Bilanz zwar noch verbessern, aber das kollektive Ziel von acht Prozent sei mehr als nur erreicht.
Diesen Angaben widersprechen ganz klar die Forschungen der Ifo-Institut-Ökonomen Gabriel Felbermayr und Rahel Aichele. In einer demnächst im Journal of Environmental Economics and Management erscheinenden Studie kritisieren die Wissenschaftler, dass die CO2-Fußabdrücke der Länder falsch gemessen werden und deshalb die wahre
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