Archive of ‘Science‘

Arktisches Meereis schmilzt noch schneller

Monday, den 23. June 2008

Erster eisfreier Sommer in fünf bis zehn Jahren erwartet

Neue Analysen der US National Snow und Ice Data Center (NSIDC) zeigen, dass trotz eines kalten Winters das Meereis in der Arktis schneller schmilzt als angenommen. “Wir hatten etwas mehr Eis im vergangenen Winter, obwohl wir noch weit vorm langjährigen Durchschnitt entfernt waren”, sagte Klimaforscherin Julienne Stroeve der BBC. “Es war also eine teilweise Erholung zu verzeichnen. Aber das eigentliche Problem ist, dass das Packeis sehr dünn geworden ist und wenn wir einen regulären Sommer haben, kann es einfach wegschmelzen.” Daher könnte die Arktis schon in fünf bis zehn Jahren im Sommer eisfrei sein (siehe Grafiken beim NSIDC). (more…)

Klima am Ende der Eiszeit änderte sich innerhalb von Jahren

Monday, den 23. June 2008

Erstmals wird ein abrupter Klimawandel am Ende der letzten Eiszeit detailliert beschrieben: Dabei änderte sich das Klima im Nordatlantik quasi von einem Jahr auf das andere – schneller als bisher vemutet. Die Daten aus einem über 15′000 Jahre alten Eisbohrkern könnten wegweisend sein für die Vorhersage plötzlicher Klimaschwankungen in der Zukunft. Die Studie einer internationalen Forschergruppe mit Berner Beteiligung wurden nun im Journal «Science» publiziert.

Ein Eisbohrkern aus Grönland bringt es an den Tag: Dank einer zeitlich sehr hoch auflösenden Messung von Wasserisotopen und Staubkonzentrationen gibt das Eis in bisher ungekanntem Detail Aufschluss über sehr abrupte Klimawandel, die in Grönland (more…)

Methane Release Could Cause Abrupt, Far-Reaching Climate Change

Friday, den 6. June 2008

snowball1_h.jpgAn abrupt release of methane, a powerful greenhouse gas, from ice sheets that extended to Earth’s low latitudes some 635 million years ago caused a dramatic shift in climate, scientists funded by the National Science Foundation (NSF) report in this week’s issue of the journal Nature.

The shift triggered events that resulted in global warming and an ending of the last “snowball” ice age.

The researchers believe that the methane was released gradually at first and then very quickly from clathrates–methane ice that forms and stabilizes beneath ice sheets. (more…)

CO2-Konzentration auf Höchststand

Monday, den 19. May 2008

Was ist noch einmal unser Ziel? 350. 350 ppm. 350 ppm CO2. 287 ppm ist mehr. Zu viel.

Globaler CO2 Anstieg

Allerdings ist 387 ppm kein Mittelwert, sondern “nur” der Maximalwert der globalen CO2-Konzentration im Monat Mai 2008. Insgesamt wird das Jahr 2008 im Mittel eine geringere globale CO2-Konzentration aufweisen. Außerdem muß betont werden, daß die Daten des letzten Jahres erst vorläufig sind, und noch kalibriert werden müssen. Die einzelnen Datenpunkte in der nebenstehenden Grafik von NOAA können sich also noch leicht ändern. (more…)

Rund ein Drittel aller Tierarten in vergangenen 35 Jahren verschwunden

Friday, den 16. May 2008

2010andbeyond.png

Land- und Süßwasserbewohner im asiatisch-pazifischen Raum besonders betroffen

Frankfurt (pte/16.05.2008/12:00) - Beim Thema Artenschutz gibt es keine Entwarnung: Seit 1970 ist die biologische Vielfalt des Planeten um 27 Prozent zurückgegangen. Das geht aus dem “Living Planet Index 2008” des WWF hervor, den die Umweltschutzorganisation im Vorfeld des UN-Umweltgipfels in Bonn vorlegte. “Seit den 1970er Jahren haben wir einen drastischen Verlust von einem Drittel der Arten verzeichnen müssen. (more…)

800,000 Jahre - and still the same

Thursday, den 15. May 2008

graph_1.pngDas Eis in der Antarktis birgt eine Unmenge an Informationen über die Geschichte des Klimas der Erde. Dadurch, daß bei der Bildung des Eises kleine Luftbläschen eingeforen werden, können Klimawissenschaftler die Zusammensetzung der Luft von vor 100,000-den von Jahren rekonstruieren.

Bisher waren “nur” die letzten 650,000 Jahre rekonstruiet. Nun haben Wissenschaftler des EPICA (European Project on Ice Coring in Antarctica) bis zu 800,000 Jahre alte Eiskerne untersucht. (more…)

Englische Kohlmeisen passen sich an

Wednesday, den 14. May 2008

kohlmeise.jpgkohlmeise.jpgKohlmeisen-Junge; copyright @ Simon Evans.Es wird oft bbefürchtet, daß die globale Temperaturerhöhung Fehlanpassungen zwischen verschiedenen Komponenten von Ökosystemen bewirken wird. Solche Fehlanpassungen wurden schon für Trauerschnäpper und Kohlmeisen in den Niederlanden beschrieben (siehe hier), und haben dort zu starken Populationsrückgaengen geführt.

Eine Studie in England zeigt nun, dass solche Fehlanpassungen keine unvermeidliche Folge des Klimawandels sind, da sich manche Populationen schnell genug an die sich ändernden Umweltbedingungen anpassen können.

Wissenschaftlern an der Oxford University haben Kohlmeisen (Parus major) in Wytham Wood bei Oxford (Foto links @ Matt Wood) seit 47 Jahren intensiv untersucht. Kaum eine andere Studie (more…)

Ein schlechter Witz?

Monday, den 12. May 2008

Studie meint, daß Eisbären nicht von Aussterben bedroht sind.

Prof. Armstrong von der Wharton University in Pennsylvanien meint, daß die Studien, welche eindeutig den Eisbären als eine durch den Verlust des arktischen Eises vom Aussterben bedrohte Art identifiziert haben, falsch sind. Nach Prof. Armstong´s Ansicht haben die Klima-Voraussagen keine Grundlage. Im Gegenteil, dadurch, daß Eisbären nicht mehr gejagt werden dürfen, sollen sich die Populationen sogar erhöhen. (more…)

Greendex - a Consumer Index putting the US at the bottom of 100

Thursday, den 8. May 2008

The National Geographic Society and the international polling firm GlobeScan today released the results of “Greendex 2008: Consumer Choice and the Environment — A Worldwide Tracking Survey,” an unprecedented study that measures and monitors consumer progress toward environmentally sustainable consumption around the world. The survey was conducted online between Jan. 11 and Feb. 13, 2008.

This research project differs from other environmental surveys in that it goes beyond attitudes and concerns to focus on the actual behavior and lifestyle of consumers across 14 countries — Australia, Brazil, Canada, China, France, Germany, Great Britain, Hungary, India, Japan, Mexico, Russia, Spain and the United States. (more…)

Gefahr für Tropische Arten

Thursday, den 8. May 2008

Chrysomelidae Käfer @ K. SheldonStudie zeigt, daß die Auswirkungen des Klimawandels in den Tropen sehr viel dramatischere auf Tier-und Pflanzenarten sein werden als in anderen Regionen unserer Erde.

Tiere und Pflanzen haben sich im Laufe der Evolution optimal an die Ökosysteme in denen sie leben, angepaßt.

Tiere in arktischen Gebieten müssen extrem kalte Temperaturen tolerieren, und gleichzeitig warme Sommertage gut überstehen können. Je näher Tiere an den Polar-regionen leben, desto toleranter sind sie daher für Temperaturschwankungen. Und selbst wenn Temperaturen im Norden durch die globale Temperatur-Erhöhung steigen, werden die Temperaturen meist unterhalb des physiologisch tragbaren Bereiches bleiben.

Nicht so in den Tropen. (more…)