Ausbildung
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Und das, im Gegensatz zu zahlreichen anderen Branchen, seit vielen Jahren ganz konstant. Seit nunmehr zehn Jahren nimmt die Zahl der Arbeitslätze im Bereich der erneuerbaren Energien stetig zu und verzeichnet einen Zuwachs von 332 Prozent. Im letzten Jahr sind allein 30.000 neue Arbeitsplätze hinzugekommen, das entspricht rund 80 neuen Jobs im Energiemarkt täglich. Damit bilden erneuerbare Energien auf dem Arbeitsmarkt eine zuverlässige Größe, an der sich auch viele Fachhochschulen und Universitäten orientieren.
Alleine im ersten Quartal dieses Jahres stieg der Bedarf an Fachkräften um ein Viertel im Gegensatz zum vergangenen Jahr an – ein zuverlässiger Jobmotor und das, obwohl die Wirtschaftskrise in vielen anderen Wirtschaftszweigen gnadenlos zuschlägt.
Immer mehr Fachkräfte werden im Bereich erneuerbarer Energien benötigt. Windenergie, Biomasse, Solar, Wasserkraft und Geothermie bedeuten die Zukunft und bieten auch Quereinsteigern gute Aussichten auf einen krisenfesten Job mit hohem Karrierepotenzial. Rund 250 verschiedene Studiengänge können derzeit in diesem Sektor gewählt werden. Die Menge an Fachkräften ist dabei aber noch lange nicht erschöpft, denn neue Ideen von Menschen, die etwas bewegen wollen, sind willkommen und sichern so die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit der Branche.
Zahlreiche Informationen für Studenten, Unternehmen, Schüler, Berufeinsteiger, kurz, für alle, die sich für einen Arbeitsplatz oder Fachkräfte für erneuerbare Energien interessieren, bietet das Internet. Auf der Seite www.erneuerbare-karriere.de finden Interessierte zahlreiche Informationen von Forschungsinstituten über Förderprogramme bis hin zu einer interaktiven Jobbörse und können sich eingehend über die zahlreichen Möglichkeiten informieren.
Quelle: Agentur für erneuerbare Energien
Judith Schomaker
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In Lüchow-Dannenberg im Wendland ensteht die In Lüchow-Dannenberg im Wendland ensteht die Akademie für erneuerbare Energien. Das Ziel: Studenten [mehr...]
Welche Schule stand dabei Pate?
Sowohl das Studienangebot der Universität Wien als auch die Aktivitäten der Bioenergieregion Güsing
Der Kern jeder Akademie ist ihr Curriculum. Wer hat bei der Akademie für Erneuerbare Energien das Curriculum mitgestaltet?
GLC lieferte die Grundlage während die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) das Curriculum akkreditierungskonform überarbeitet.
Auf welche Herausforderungen sind die Teilnehmer in diesem Prozess gestoßen?
In erster Linie an die überregionale Akzeptanz, ein Masterstudiegang in einer ländlichen Region, Landkreis Lüchow-Dannenberg, zu errichten. Generell musste jedoch vor der konkreten Umsetzung erst einmal nachfolgende Machbarkeitskriterien erfüllt werden:
1. Schaffung einer Trägerschaftsstruktur für die weitere Projektentwicklung und Einholung von Bereitschaftserklärungen der Wirtschaft.
2. Abschließende Klärung der Standort-/Gebäudeplanung und einer wechselseitig vorteilhaften Kooperation mit der SKF.“
3. Fixierung der Sponsoring- und inhaltlichen Mitwirkungsbereitschaft von lokalen und dem Thema verbundenen Unternehmen
4. Absicherung der Förderung der Investitionen“ sowie „Klärung der Möglichkeiten einer Betriebskostenförderung
5. Einholung einer schriftlichen Interessensbekundung von mindestens einer Hochschule, den Betrieb der geplanten Akademie übernehmen zu wollen
Ihre Akademie bietet Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, sich als Partner einzubringen. Eine Option besteht darin, Mitarbeiter als Dozentenz zu entsenden. Wie groß wird der Anteil dieser Dozenten sein im Vergleich zu Ihren hauseigenen Dozenten?
Ein Hauptteil der Dozenten wird über die HAW akquiriert. Zurzeit stehen wir mit der HAW im Abstimmungprozess, für welche Themen und in welchem Umfang die Einbindung von Praktikern möglich ist. Dabei ist das Ziel der Akademie, den Praxisanteil so hoch wie möglich anzusetzen. Allerdings ist dabei auf jeden Fall zu berücksichtigne, dass der Masterstudiengang akkreditierungskonform zusammengestellt wird. Wir werden in Kürze auf unsere Partner zukommen, um weitere Details zu klären.
Die Akademie ist aktuell dabei, ihren Masterstudiengang aufzubauen. Was zeichnet diesen Studiengang aus und was sind die wichtigsten Überlegungen, die darin eingeflossen sind?
Wichtig ist vor allem der interdisziplinäre Ansatz und der starke Praxisbezug. Denn wie sich seinerzeit in der Unternehmensbefragung klar herausstellte, suchen Unternehmen und Weiterbildungsinteressierte vor allem eine Qualifizierungsmaßnahme, die einen hohen Praxisanteil hat, der unmittelbar in die Arbeit einfließen kann. Auch sehen wir in der Gesamtheit der Lehrinhalte – bezogen auf den Master – eine Alleinstellung. So wird zuerst das Thema Erneuerbare Energien allgemein und umfassend behandelt und später auf konkrete Projektplanung und – umsetzung sowie auf wirtschaftlichen Betrieb von Anlagen fokusiert. Ergänzt um abgerundet wird das Spektrum durch einen Qualifizierungsbaustein “Energieeffizienz”.
In den USA gibt es eine regelrechte Bildungsoffensive für Erneuerbare Energien. Wie schätzen Sie die Situation in Deutschland ein — wird Ihre Akademie ein Einzelfall bleiben oder sind schon weitere Projekte dieser Art in Planung?
Aufgrund eines hohen Technologie- und Know-How-Vorsprungs ist Deutschland international marktführend bei der Planung, Erstellung und beim wirtschaftlichen Betrieb regenerativer Energieanlagen. Die Branche der regenerativen Energien wächst stark und verzeichnet einen hohen Qualifikationsbedarf, der zur Zeit national aber auch international nur eingeschränkt abgedeckt wird. Aktuelle Entwicklungen, wie der akute Klimawandel oder steigende Energiekosten, stützen die expansive Marktentwicklung. Diese schafft wiederum nachhaltigen Bedarf nach qualifizierten Mitarbeitern in Unternehmen der Branche. Zentraler Faktor für ein weiteres nachhaltiges und qualifiziertes Wachstum der Branche ist der technische Fortschritt und die Bereitstellung qualifizierten Personals für den Inlands- und Auslandseinsatz.
Vielerorts werden bereits entsprechende Bildungsprodukte bis hin zum Studium angeboten. Allerdings hat unsere Recherche ergeben, dass die vorhandenen Angebote nicht all zu oft auf praktische Fragestellungen der täglichen Arbeit und Entscheidungsgrundlagen wenig Antworten liefern. Genau hier wird das umfassende Bildungsangebot der Akademie ansetzen. Durch Mitgestaltung und aktive Mitarbeiter von Praktikern aus der Wirtschaft, werden unsere Qualifizierungsmaßnahmen den Bedarf und die Nachfrage am Markt nicht verfehlen.
Kontakt:
Akademie für erneuerbare Energien
Lüchow-Dannenberg GmbH
Seerauer Straße 27
29439 Lüchow
+49 58 41 – 9 78 67-0
http://energie-akademie-luechow.de