“Die SolarWorld AG plant dem US-amerikanischen Automobilkonzern General Motor (GM) das Angebot zu unterbreiten, die vier deutschen Werke und das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim der Adam Opel GmbH zu übernehmen.”
So stand es gestern in der Pressemeldung der Solarworld AG. Auch wenn klar war, dass Solarworld mit der Meldung einen PR-Coup landen wollte, konnte manch einer sich das Lächeln nicht verkneifen. Noch vor einem Jahr wäre ein solches Statement undenkbar gewesen, saßen doch die deutschen Autobauer fest im Sattel und hielten selbstbewusst an bewährten Produkt- und Verkaufsmodellen fest.
Die freche Geste des Solarenergieunternehmens aber signalisiert Wandel in gleich zwei Richtungen: das inzwischen gewaltige Wachstum der Branche für Erneuerbare Energien zum einen und zum anderen die Innovationslücke, die sich im deutschen Autogeschäft immer stärker auftut. Denn wie die Zeit kürzlich in einem umfassenden Beitrag eindringlich beschrieb, fehlen wirklich energieeffiziente und umweltfreundliche Autos im deutschen Marktangebot. Dass ein Branchenfremder kommt und Open öffentlich zeigt, woran das Unternehmen und die gesamte deutsche Autobranche kranken, das tut weh.
- Birte Pampel
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