Tag Archive of ‘Global warming’

Risiken der globalen Erwärmung müssen höher eingeschätzt werden

Thursday, den 26. February 2009

Das Risiko schwerer Klimafolgen nimmt deutlich zu, wenn die globale Durchschnittstemperatur nur geringfügig weiter ansteigt. Ein internationales Forscherteam hat die fünf so genannten begründeten Klimasorgen aus dem dritten Sachstandsbericht des Weltklimarates von 2001 neu bewertet und die Risikozunahme bei fortschreitender Erwärmung grafisch dargestellt. Die Grenze zum gefährlichen Klimawandel fkönnte rüher überschritten werden, als bislang angenommen, aber ambitionierter Klimaschutz kann die Risiken minimieren.

„Wir müssen die Risiken negativer Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur heute höher einschätzen als noch vor einigen Jahren“, sagt Hans-Martin Füssel vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Die Risiken nehmen bereits bei einer geringen weiteren Erwärmung über das Niveau von 1990 deutlich zu. Es zeigt sich, dass viele Ökosysteme, wie tropische Korallenriffe, empfindlicher auf die globale Erwärmung und den Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration reagieren als noch im dritten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) aus dem Jahr 2001 angenommen. Auch extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden, Hitzewellen oder tropische Wirbelstürme treten heute häufiger und mit größeren Folgeschäden auf, als noch zu Beginn dieses Jahrzehnts vermutet worden war.

Der Treibhausgas-Ausstoß und der beobachtete globale Temperaturanstieg in den vergangenen Jahren liegen im oberen Bereich der Prognosen des IPCC (Rahmstorf et al., 2007, pdf). „Wenn die damit verbundenen Risiken höher zu bewerten sind, ist auch die Dringlichkeit größer, den Treibhausgas-Ausstoß zu verringern und besonders betroffene Regionen bei der Bewältigung der nicht mehr vermeidbaren Folgen des Klimawandels zu unterstützen“, folgert Füssel. Dies sei auch eine Frage der Gerechtigkeit, da viele der Länder mit dem geringsten Ausstoß von Treibhausgasen besonders stark vom Klimawandel betroffen sein werden.

Bitte lesen Sie den vollständigen Text hier.

Quelle: Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung

Was gibt es denn da zu lachen?! Teil 2

Friday, den 20. February 2009

Noch 8 Jahre (c) Heiko SakuraiDie Ausmasse eines uneingeschränkten Klimawandels sind unvorstellbar. Die Dringlichkeit effektiver Aktionen größer als nie zuvor. Die Passivität vieler Menschen unverständlich. Die ewigen Diskussionen Nerven-aufreibend. Immer mehr frage ich mich, was wir bei der Kommunikation falsch machen, was wir bisher übersehen haben. Dabei stiess ich auf ein Buch “Nach mir die Sintflut“, herausgegeben von der Sächsischen Zeitung, in dem Cartoons zum selbigen Thema abgebildet sind. Noch nie habe ich so sehr über den Klimawandel lachen können. Fehlt uns vielleicht der Humor, um den Klimawandel effektiv zu kommunizieren? Ich fragte einige der - meiner Meinung nach - besten CartoonistInnen.

Heiko Sakurai begann schon als 20-Jähriger Karikaturen zu zeichnen. Nun ist er seit 18 Jahren als Karikaturist in Deutschland tätig, und lebt zur Zeit in Köln. Seine oben abgebildete Karikatur bewegt mich sehr, da sie uns deutlich die Absurdität unseres Verhaltens vor Augen führt. (more…)

Was gibt es denn da zu lachen?! Teil 1

Tuesday, den 17. February 2009

Die Ausmasse eines uneingeschränkten Klimawandels sind unvorstellbar. Die Dringlichkeit effektiver Aktionen größer als nie zuvor. Die Passivität vieler Menschen unverständlich. Die ewigen Diskussionen Nerven-aufreibend. Immer mehr frage ich mich, was wir bei der Kommunikation falsch machen, was wir bisher übersehen haben. Dabei stiess ich auf ein Buch “Nach mir die Sintflut“, herausgegeben von der Sächsischen Zeitung, in dem Cartoons zum selbigen Thema abgebildet sind. Noch nie habe ich so sehr über den Klimawandel lachen können. Fehlt uns vielleicht der Humor, um den Klimawandel effektiv zu kommunizieren? Ich fragte einige der - meiner Meinung nach - besten CartoonistInnen.

Hier die erste Antwort von Julia Drinnenberg, die seit  21 Jahren als Komikzeichnerin und Illustratorin in Nordhessen arbeitet. Ihre Karikatur “Die Welle” hat es mir besonders angetan. (more…)

Klimawandel bedroht jede fünfte Pflanzenart

Friday, den 8. August 2008

Der Klimawandel verändert die Lebensbedingungen in vielen Regionen der Welt. Wie sich die globale Erwärmung auf die Flora in Deutschland auswirken könnte, haben Forscher nun mit Computermodellen simuliert: Eine gemeinsame Mitteilung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

Jede fünfte Pflanzenart in Deutschland könnte bis zum Jahr 2080 Teile ihres heutigen Verbreitungsgebietes verlieren. Das geht aus einer Studie von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des französischen Laboratoire d’ Ecologie Alpine hervor. Als Folge des Klimawandels werden die Vorkommen der Arten neu verteilt. Dies könnte die Vegetation vor allem im Südwesten und im Osten Deutschlands stark verändern. (more…)

Rund ein Drittel aller Tierarten in vergangenen 35 Jahren verschwunden

Friday, den 16. May 2008

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Land- und Süßwasserbewohner im asiatisch-pazifischen Raum besonders betroffen

Frankfurt (pte/16.05.2008/12:00) - Beim Thema Artenschutz gibt es keine Entwarnung: Seit 1970 ist die biologische Vielfalt des Planeten um 27 Prozent zurückgegangen. Das geht aus dem “Living Planet Index 2008” des WWF hervor, den die Umweltschutzorganisation im Vorfeld des UN-Umweltgipfels in Bonn vorlegte. “Seit den 1970er Jahren haben wir einen drastischen Verlust von einem Drittel der Arten verzeichnen müssen. (more…)

Interview mit Martin Unfried, Ökosex-Kolumnist und Solarstrom-Verführer

Thursday, den 10. April 2008

Martin Unfried spielt in der Band „Ökosex“, schreibt eine gleichnamige Kolumne für die TAZ und ist eigentlich beruflich seriöser Experte für europäische Umweltpolitik am europäischen Institut für öffentliche Verwaltung in Maastricht. Mit seinen Texten und Liedern über Biosprit aus Salatöl, über CO2-Sünder unter den deutschen Eliten, rebellische Stromwechsler und den Sex-Appeal von umweltfreundlichen Produkten setzt er in der Klimaschutz-Debatte einen neuen Ton: nicht Verzicht und Zukunftsangst, sondern Erfindergeist und Lust sind die Kräfte, die in seinen Texten und Liedern mitschwingen.

Dieser Beitrag ist der erste in einer Reise von Porträts mit dem Titel „Klimaschutz-Stars“ – Menschen im In- und Ausland, die die Energiewende mit neuen Ideen und explosiven Gedanken vorantreiben.

Sie sprechen von sich selber manchmal als der „heitere Klimafreak“ – wie kamen Sie auf diesen Namen?

Das hängt mit dem Bild des Ökos in der Öffentlichkeit zusammen. Einer der völlig verbissen anderen den Sportwagen verbieten und das Leben insgesamt vermiesen möchte. Das Bild war schon immer verzerrt, ist aber heute mehr denn je Quatsch. (more…)

Kosten des Klimawandels für Deutschland

Monday, den 31. March 2008

Der Klimawandel wird Deutschland in den nächsten 50 Jahren rund 800 Milliarden Euro kosten, hat das DIW Berlin 2007 errechnet. Rechnerisch gesehen, kommen damit volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 16 Milliarden Euro pro Jahr auf die Bundesländer zu. Wirtschaftlich schwächere, kleinere Bundesländer werden proportional stärker als große Länder wie Bayern oder Baden-Württemberg betroffen sein.

Gemessen an ihrer Wirtschaftskraft am stärksten betroffen sind Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Bremen und Brandenburg.
Mehr Informationen über die Kosten des Klimawandels:
Franz Alt - SONNENSEITE.COM

Quelle: DIW Berlin

Ralf Hartmann

Einführung in die Thematik “Klimawandel”

Wednesday, den 16. January 2008

Das Klima auf unserer Erde hat sich während der gesamten Erdgeschichte ständig verändert (Die Geschichte des Erdklimas). Hauptursachen für Klimaveränderungen waren Änderungen in der Lage der Kontinente, in der Erdumlaufbahn, in der Aktivität der Sonne, sowie Vulkanausbrüche und Kometeneinschläge. Daher sind Klimaveränderungen für unsere Erde nichts Besonderes.

Heutzutage verändert sich das globale Klima jedoch nicht durch einen der oben genannten Faktoren. Das zeigen Klimamodelle, welche die globale Erderwärmung der letzten Jahrzehnte nur unter Einbeziehung anthropogen verursachter Treibhausgas-Emissionen erklären können (siehe „Welche Rolle hat die Sonne bei der globalen Erderwärmung?“).

Dieser Klimawandel vollzieht sich sehr viel schneller als in früheren Zeiträumen. Dadurch bleibt Pflanzen und Tieren weniger Zeit, sich an die ändernden Umweltbedingungen anzupassen. Außerdem gibt es durch die vom Menschen verursachte Zerstörung und Zerstückelung natürlicher Lebensräume sehr viel weniger Möglichkeiten für Arten, sich durch Verbreitungsänderungen an den Klimawandel anzupassen.

Die Tatsache, dass die heutige globale Erderwärmung (und die dadurch ausgelösten Klimaveränderungen) vom Menschen verursacht wird, ist heutzutage allgemein von Wissenschaftlern anerkannt. Natürlich können Klimamodelle nie mit 100%-iger Sicherheit die beobachteten Veränderungen erklären (siehe „Häufige Missverständnisse beim Klimawandel: Klimamodelle“). Aber wir können mit 90-95%-iger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass wir Menschen den heutigen Klimawandel verursachen.

An der Aussage zweifeln weiterhin einige Skeptiker, die man leicht daran erkennt, dass sie ihre Aussagen oft nicht durch Quellennachweise belegen, oder dadurch, dass die Quellen, die sie zitieren, keine renommierten wissenschaftlichen Journale beinhalten.

Eines der Haupt-Verursacher der globalen Erderwärmung ist das CO2, welches - wie alle anderen Treibhausgase auch - die von der Erde ausgestrahlte Wärme absorbiert, und dann in alle Richtungen wieder abstrahlt, wobei sich die Atmosphäre erwärmt. CO2 entsteht vor allem durch das Verbrennen fossiler Treibstoffe (Kohle, Gas, und Öl ) indem der Kohlenstoff dieser Substanzen oxidiert. Außerdem wird etwa 20% des CO2 durch das Verbrennen tropischer Regenwälder freigesetzt. Andere Treibhausgase, vor allem Methan und Stickoxide, sind auch von großer Bedeutung, und entstehen insbesondere bei der Landwirtschaft und Viehhaltung. (siehe auch Artikel von Greenpeace)

Wissenschaftler sagen voraus, dass der globale Klimawandel katastrophale Auswirkungen auf unseren gesamten Planeten haben könnte, wenn wir nicht umgehend drastische Maßnahmen zur Begrenzung der Treibhausgas-Emissionen ergreifen (IPCC 4′th Assessment Report). Direkte Konsequenzen des Klimawandels beinhalten u.a. stärkere Wetterextreme wie Dürren, Überschwemmungen, und Stürme; einen Anstieg des Meeresspiegels, Schmelzen der Polarkappen, v.a. der Arktis, und Schmelzen der Gletscher. Indirekte Folgen sind u.a. Aussterben vieler Pflanzen- und Tierarten, Ausbreitung tropischer Krankheiten, vermehrte Wildbrände, Engpässe in der Trinkwasserversorgung , und vermehrte Konflikte zwischen Völkern. Jede dieser Konsequenzen sind schon in verschiedenen Teilen der Erde spürbar, von Tuvalu zur Arktis, von Kalifornien bis nach Sibirien. Zum Teil lassen sich die Konsequenzen wahrscheinlich gar nicht mehr vermeiden - wie z.B. die sommerliche Schmelze des arktischen Eises, und das Abschmelzen der meisten Gletscher. Jedoch liegt es noch bei uns, die Ausmaße dieser Klimakatastrophen zu begrenzen.

Angesichts dieses globalen Problems bleibt die Frage, was man als einzelner Erdenbürger dazu beitragen kann, um die Auswirkungen des Klimawandels so gering wie möglich zu halten. Lösungsmöglichkeiten gibt es auf allen Ebenen: von Anpassungen im Privatleben (zum Beispiel durch verstärktes Energiesparen, Hausisolierung, Nutzung erneuerbarer Energien, Reduzierung des Autofahrens und Fliegens, bewussteres Einkaufen), zur Architektur und Städtebau, Innovationen bei Firmen und Technologien, und bis zur regionalen, nationalen, und internationalen Klimapolitik.

Wir werden im CO2-Blogger alle genannten Bereiche im Detail vorstellen und diskutieren.
Weiterführende links über Basiswissen sind beim Pew Center on Global Climate Change, Earth Observatory bei NASA , dem naturschutzbund Deutschland (NABU), und dem Umweltbundesamt