
Als James E. Hansen im Jahr 1988 zum ersten Mal die Bühne der Weltpolitik betrat, überrollte gerade eine extreme Hitzewelle die USA. Eine Dürre machte die Ernten zunichte, und auf dem Mississippi blieben die Lastkähne im Schlamm stecken. Hansen war vor den amerikanischen Senat geladen worden. Und dank seiner Rede kam der Klimawandel erstmals auf die politische Agenda seines Landes.
Während nämlich noch viele Experten davon überzeugt waren, die Erde sei auf dem Weg in eine neue Eiszeit, überraschte der damals 40-jährige Forscher damit, dass er das exakte Gegenteil behauptete. Hansen hatte ein Klimamodell entwickelt, das „Model Zero”, mit dem er voraussagen konnte, dass die Temperatur auf der Erde ansteigen wird. Deshalb wird Hansen auch „Vater des Klimawandels” genannt, oder eher dessen „Großvater”. „Ich habe die Dynamik der globalen [mehr...]



