RheinEnergie

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Energieversorger im Blickpunkt: RheinEnergie

Freche Slogans und selbstbewusste Anzeigen in U-Bahnstationen und an Straßenkreuzungen: so präsentiert sich die RheinEnergie in Köln ihren Kunden. Dazwischen, leuchtend gelb, die Plakate der Konkurrenz Nuon: „Lekker Strom jetzt auch in Köln“. Die Rhein Energie ist einer der ersten deutschen Energieversorger in Deutschland, die sich für den Umwelt- und Klimaschutz engagieren. Der gelbe Kontrahent Nuon Energie ist ein neuer Strom- und Gasanbieter, der mit Niedrigpreisen Strom- und Gaswechsler locken will. Hier findet sie auf offener Straße statt, die Energiewende: jene neue Energieordnung, in der Unternehmen und Verbraucher zwischen alten und neuen Energie-Anbietern, Energie-”Vollversorgung” und abgespeckten Billig-Angeboten, konventionellen und erneuerbaren Energieformen wählen können.

Herr Preuß, Pressesprecher der RheinEnergie, lässt sich von der Wild-West-Stimmung der neuen Anbieter indes nicht beunruhigen: „Wir setzen auf Versorgungssicherheit und Energiesparen. So bieten wir unseren Kunden Wege, ihren Energieverbrauch um 25% zu senken.“ Die Kunden, die sich darauf beschränkten, überall die besten Preisschnäppchen abzugreifen, seien eine kleine Minderheit.

Aber Preuß bemerkt auch, dass die neuen Anbieter das Kommunikationsverhalten der Energiebranche verändert haben. Jahrzehnte lang hatte die RheinEnergie überhaupt keine Werbung geschaltet, seit einigen Monaten fährt sie nun eine breit angelegte Imagekampagne. Gegen die unverblümten Ködersprüche der Konkurrenz setzt das Unternehmen auf gut kölschen Humor und betont seine Verbundenheit mit der Region und ihren Menschen. Diese Mischung aus Bürgernähe und Umweltgedanken setzt die RheinEnergie auf verschiedensten Ebenen um:

- Mit dem Energie & Klima 2020-Programm reduziert die RheinEnergie den CO2-Ausstoss des Unternehmens jährlich um 150.000 Tonnen.

- Die RheinEnergie hat sich mit dem Klimakreis Köln (Köln Agenda), einer politisch neutralen Bürgerbewegung zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen, zusammengetan und fördert den Ausbau von Effizienz-Projekten mit 1 Mio Euro pro Jahr.

- Das Unternehmen unterstützt die Köln Agenda bzw. deren „CO2-Einsparkraftwerk.“ Diese Sammelstelle für Effizienzmaßnahmen erfasst sämtliche Projekte und Maßnahmen von Privathaushalten und Unternehmen in Köln, die zur Reduzierung von CO2-Emissionen führen.

Der jüngste Coup der RheinEnergie ist ein neues Energiekonzept für den Autohersteller Ford. Seit Februar wird dessen Energiebedarf am Standort Köln zu 100% mit erneuerbaren Energien gedeckt, konkreter: mit Wasserenergie aus Skandinavien.

Die Aktion ist ein interessantes Beispiel für ideenreichen, ökonomisch und ökologisch wirksamen Klimaschutz – auch wenn ihre Umsetzung auf den ersten Blick ein wenig verquer anmutet. Der skandinavische Sauberstrom, so erfahren wir, wird nicht etwa von weit entfernten Gletscherbachkraftwerken nach Deutschland importiert (was uns auf den ersten Blick auch fragwürdig erschien – lange Transportwege bedeuten ja immer hohe Energieverluste), sondern erfolgt über den Erwerb eines Zertifikats. Die RheinEnergie kauft ein bestimmtes Kontingent an grünem Strom ein, das dann nicht mehr dem Strommarkt zur Verfügung steht. Dem Autohersteller Ford wird zwar konventionell hergestellter deutscher Strom zugeführt, doch irgendwo in Norwegen oder Schweden hat das Unternehmen die Gewinnung von grünem Strom finanziert.

Das Konzept nennt sich Renewable Energies Certificate System und ist, so Preuß, „ein hervorragender Weg, um mit den Mitteln der Ökonomie Ökologie zu erzeugen.“

Innerhalb von Deutschland hat die Rheinenergie ihr Augenmerk unter anderem auf die Erzeugung von Bioenergie, genauer, Biogas, gelegt. In den vergangenen drei Jahren hat das Unternehmen mehrere Standorte für den Aufbau von Biogaskraftwerken untersucht – und jedes Mal sind die Projektpläne von Bürgerinitiativen gestoppt worden. Inzwischen hat das EE-Projektteam der RheinEnergie einen Standort in der Nähe von Dormagen gefunden, wo ein Biogas-Kraftwerk mit einer Leistung von 2 bis 3 Megawatt entstehen soll; das Unternehmen plant außerdem, weitere Biogas-Kapazitäten hinzuzukaufen. Ein vielleicht vorsichtiger Vorstoß hin zu einem ökologisch orientierten Energie-Mix, aber immerhin: ein Anfang.

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- Mit dem Energie & Klima 2020-Programm reduziert die RheinEnergie den CO2-Ausstoss des Unternehmens jährlich um 150.000 Tonnen.

- Die RheinEnergie hat sich mit dem Klimakreis Köln (Köln Agenda), einer politisch neutralen Bürgerbewegung zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen, zusammengetan und fördert den Ausbau von Effizienz-Projekten mit 1 Mio Euro pro Jahr.

- Das Unternehmen unterstützt die Köln Agenda bzw. deren „CO2-Einsparkraftwerk.“ Diese Sammelstelle für Effizienzmaßnahmen erfasst sämtliche Projekte und Maßnahmen von Privathaushalten und Unternehmen in Köln, die zur Reduzierung von CO2-Emissionen führen.

Der jüngste Coup der RheinEnergie ist ein neues Energiekonzept für den Autohersteller Ford. Seit Februar wird dessen Energiebedarf am Standort Köln zu 100% mit erneuerbaren Energien gedeckt, konkreter: mit Wasserenergie aus Skandinavien.

Die Aktion ist ein interessantes Beispiel für ideenreichen, ökonomisch und ökologisch wirksamen Klimaschutz – auch wenn ihre Umsetzung auf den ersten Blick ein wenig verquer anmutet. Der skandinavische Sauberstrom, so erfahren wir, wird nicht etwa von weit entfernten Gletscherbachkraftwerken nach Deutschland importiert (was uns auf den ersten Blick auch fragwürdig erschien – lange Transportwege bedeuten ja immer hohe Energieverluste), sondern erfolgt über den Erwerb eines Zertifikats. Die RheinEnergie kauft ein bestimmtes Kontingent an grünem Strom ein, das dann nicht mehr dem Strommarkt zur Verfügung steht. Dem Autohersteller Ford wird zwar konventionell hergestellter deutscher Strom zugeführt, doch irgendwo in Norwegen oder Schweden hat das Unternehmen die Gewinnung von grünem Strom finanziert.

Das Konzept nennt sich Renewable Energies Certificate System und ist, so Preuß, „ein hervorragender Weg, um mit den Mitteln der Ökonomie Ökologie zu erzeugen.“

Innerhalb von Deutschland hat die Rheinenergie ihr Augenmerk unter anderem auf die Erzeugung von Bioenergie, genauer, Biogas, gelegt. In den vergangenen drei Jahren hat das Unternehmen mehrere Standorte für den Aufbau von Biogaskraftwerken untersucht – und jedes Mal sind die Projektpläne von Bürgerinitiativen gestoppt worden. Inzwischen hat das EE-Projektteam der RheinEnergie einen Standort in der Nähe von Dormagen gefunden, wo ein Biogas-Kraftwerk mit einer Leistung von 2 bis 3 Megawatt entstehen soll; das Unternehmen plant außerdem, weitere Biogas-Kapazitäten hinzuzukaufen. Ein vielleicht vorsichtiger Vorstoß hin zu einem ökologisch orientierten Energie-Mix, aber immerhin: ein Anfang.

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