Mit zunehmender Globalisierungin allen bereichen unseres Lebens ist es unbedingt notwendig, dass alle Bürger der Welt Mitspracherecht bei Entscheidungen der UN bekommen. Daher fordern Abgeordnete und Aktivisten eineParlamentarische Versammlung bei der UNO.
Mehrere hundert Politiker und Aktivisten der Zivilgesellschaft, unter ihnen 378 Abgeordnete von 70 Ländern, fordern in einem gemeinsamen Aufruf die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen (UNPA). Angesichts der Globalisierung muss den Menschen in globalen Angelegenheiten eine stärkere Mitsprache ermöglicht werden, so das Dokument. Der Aufruf ist das Herzstück einer internationalen Kampagne, die mit einer Veranstaltungsserie in über zehn Ländern der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Der Aufruf wurde bislang von 550 Politikern, VIPs und Aktivisten der Zivilgesellschaft aus 89 Ländern unterzeichnet. Er hat breite Unterstützung in allen Weltregionen und über alle Parteigrenzen hinweg. Unter den Unterstützern sind auch über 20 amtierende und ehemalige Regierungsmitglieder, darunter zwei frühere Premierminister und sechs ehemalige Außenminister, die Präsidentin des Pan-Afrikanischen Parlaments, vier Nobelpreisträger und 80 Professoren.
Das Dokument empfiehlt “demokratische Mitwirkung und Repräsentation schrittweise auch auf der globalen Ebene umzusetzen”. Um dies zu erreichen, so der Aufruf, sei die Einrichtung einer “beratenden Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen” ein “entscheidender Schritt”. “Eine Parlamentarische Versammlung würde die Vereinten Nationen transparenter, effizienter und demokratischer machen”, so der ehemalige UN-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali, einer der Unterzeichner des Aufrufs und Schirmherr einer für Okober geplanten Konferenz.
Anfangs könnte die UNPA aus einer Anzahl von Abgeordneten aus den nationalen Parlamenten bestehen. Nach dem Aufruf würde die Versammlung aber nach und nach mit “umfassenden Informations-, Beteiligungs- und Kontrollrechten” ausgestattet werden. Langfristig sei eine Direktwahl denkbar. Nach Ansicht der Kampagne könne sich die UNPA zu einem Weltparlament entwickeln.
Die Kampagne wird von verschiedenen Nicht-Regierungsorganisationen organisiert, darunter das Sekretariat des UBUNTU Forum und der “World Campaign for In-depth Reform of International Institutions”, die Gesellschaft für bedrohte Völker-International, das World Federalist Movement und 2020*Vision Ltd. Das Sekretariat der Kampagne wird vom Komitee für eine demokratische UNO geleitet.
Präsentationen sind für Berlin, Bern, Brüssel, Buenos Aires, Dar Es Salaam, Dhaka, London, Madrid, Mumbai, Ottawa, Rom und Vancouver geplant.
Wenn Sie den Forderungen der UNPA zustimmen, dann unterschreiben Sie bitte dieses Formular oder online hier.
Quelle: UNPA Campaign
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