Bei einer Telefonkonferenz mit Al Gore, Mitgliedern des Klimaprojektes und der WeCanSolveIt Kampagne, rief Al Gore uns dazu auf, 10 Millionen Mitglieder für die We Kampagne zu erwerben; bis November, der Wahl des neuen US Präsidenten.
10 Millionen US Amerikaner, die dafür einstehen, daß effektive Maßnahmen zum Klimaschutz umgehend durchgeführt werden sollten. Ein hohes Ziel.
10 Millionen Amerikaner, die durch einen Mausklick Ihre Bereitschaft verkünden, den Klimaschutz ernst zu nehmen. Aber – reicht dazu ein Mausklick?
Mein spontanes Gefühl war – das zählt doch nicht. Das ist zu einfach. Mitgliedschaft erfordert nichts weiter als vielleicht 1 Minute am Internet. Trägt so was wirklich zum Klimaschutz bei? Oder könnte es sogar kontraproduktiv sein, indem es die Leute träge macht?
Ein Mausklick, und Sie sind dabei! Und wie ist es mit aktivem Klimaschutzmaßnahmen jedes Einzelnen? Wer sagt, daß die Leute, die Mitglieder werden, auch anfangen, aktiv ihre CO2 Emissionen zu verringern? Oder geht es darum überhaupt nicht mehr?
Nach vielen Diskussionen ist es klar: Es gibt keinen optimalen Ansatz im Klimaschutz. Es kommt auf aktive Teilnahme auf jeder Ebene an. Jeder Bereich ist wichtig. Aber kurz vor einer Wahl ist v.a. wichtig, den Politikern zu zeigen, daß uns der Klimaschutz wesentlich ist. Politiker handeln am liebsten, wenn sie wissen, daß ihre Handlung von den meisten ihrer Wähler gebilligt werden.
10 Millionen, die dem nächsten Präsidenten zeigen, daß Klimaschutz vorangetrieben werden muß. Unter diesem Gesichtspunkt wird der neue Präsident sich sehr viel wohler bei einigen schwierigen Entscheidungen gegen die Kohle- und Erdöllobby fühlen können.
Insofern ist es tatsächlich so, daß selbst ein einfacher Mausklick mithelfen kann, die Welt zu retten. Hoffen wir, daß Al Gore sein Ziel erreicht. Und wir Deutsche können vielleicht ein wenig davon lernen, ein wenig aktiver den Politikern unssere Meinung zu sagen – und das muß nicht immer furchtbar kompliziert sein.
Maiken
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